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KI-gestützte Routenoptimierung — Wie ein Logistikdienstleister 28% Kraftstoffkosten einspart

Herausforderung

Ein Hamburger Logistikdienstleister mit 500 Mitarbeitern und einer Flotte von 120 Fahrzeugen stand vor einem wachsenden Problem: Die Routenplanung für die täglichen Auslieferungen im norddeutschen Raum erfolgte weitgehend manuell. Drei erfahrene Disponenten planten jeden Morgen zwischen 4:00 und 6:00 Uhr die Touren für den Tag — basierend auf Erfahrung, Bauchgefühl und einer veralteten Planungssoftware aus den 2000er-Jahren, die weder Echtzeitverkehrsdaten noch dynamische Zeitfenster der Empfänger berücksichtigen konnte. Die Folgen waren messbar: Durchschnittlich 23% der gefahrenen Kilometer waren „Leerfahrten" oder suboptimale Umwege. Kraftstoffkosten von über 2,4 Millionen Euro pro Jahr fraßen die ohnehin dünnen Margen im Logistikgeschäft auf. Hinzu kam die Unzuverlässigkeit: 18% der Zustellungen lagen außerhalb des vereinbarten Zeitfensters — was zu Vertragsstrafen und wachsender Unzufriedenheit der Auftraggeber führte. Ein Wettbewerber hatte kürzlich auf eine KI-gestützte Lösung umgestellt und begann aggressiv Kunden abzuwerben. Die Geschäftsführerin erkannte: Ohne digitale Routenoptimierung würde das Unternehmen innerhalb von zwei Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig sein.

Lösung

Wir entwickelten ein maßgeschneidertes Routenoptimierungssystem, das drei Kernelemente vereint: Intelligente Tourenplanung: Ein KI-Algorithmus, der auf einem Kombination aus Constraint-Optimization und Reinforcement Learning basiert, berechnet optimale Routen unter Berücksichtigung von Fahrzeugkapazitäten, Zeitfenstern der Empfänger, Fahrerarbeitszeiten (nach EU-Verordnung 561/2006), Fahrzeugtyp-Restriktionen und historischen Verkehrsmustern. Das System verarbeitet täglich über 800 Stopps und verteilt sie optimal auf die verfügbare Flotte. Echtzeit-Anpassung: Über eine GPS-Integration und Live-Verkehrsdaten passt das System Routen während der Fahrt an. Fällt ein Empfänger kurzfristig aus oder ändert sich ein Zeitfenster, werden betroffene Touren automatisch umgeplant — und Fahrer erhalten die aktualisierte Route direkt auf ihr Tablet. Dispositions-Dashboard: Die Disponenten arbeiten jetzt mit einem übersichtlichen Echtzeit-Dashboard statt mit Stift und Papier. Drag-and-Drop für manuelle Korrekturen bleibt möglich, aber das System lernt auch aus diesen Eingriffen und verbessert seine Vorschläge kontinuierlich. Technisch setzten wir auf React mit TypeScript für das Dispositions-Frontend, Python mit FastAPI für die Optimierungs-Engine, PostgreSQL mit PostGIS für georäumliche Daten und Redis für Echtzeit-Fahrzeugpositionen. Die KI-Modelle laufen auf dedizierten GPU-Instanzen bei Hetzner — DSGVO-konform und mit garantierter Latenz unter 3 Sekunden für eine komplette Tagesplanung.

Ergebnis

Die Ergebnisse nach 8 Monaten produktivem Einsatz: 28% Reduktion der Kraftstoffkosten — eine Einsparung von über 670.000 € im ersten Jahr, die die gesamte Projektinvestition innerhalb von 5 Monaten amortisierte. Leerfahrten-Anteil sank von 23% auf 8% der Gesamtkilometer. Das entspricht einer Einsparung von über 340.000 Kilometern pro Jahr — mit entsprechendem Effekt auf CO₂-Emissionen und Fahrzeugverschleiß. Zeitfenstertreue stieg von 82% auf 97%. Die Vertragsstrafen reduzierten sich um über 90%, und zwei verlorene Großkunden konnten zurückgewonnen werden. Die Dispositionszeit sank von durchschnittlich 2 Stunden manuelle Planung pro Morgen auf 15 Minuten Überprüfung und Feinjustierung der KI-generierten Vorschläge. Die drei Disponenten können sich jetzt auf Ausnahmen und Kundenbetreuung konzentrieren. Das System skaliert problemlos: Seit Go-Live wurde die Flotte um 15 Fahrzeuge erweitert, ohne dass die Planungsqualität leidet oder zusätzliches Dispositionspersonal benötigt wird.

Eingesetzte Technologien

ReactReactTypeScriptTypeScriptPythonPythonFastAPIPostgreSQLPostgreSQLPostGISRedisRedisDockerDockerHetzner CloudHetzner CloudGPS-Integration
Als Geschäftsführerin eines 500-Mann-Betriebs kann ich mir keine IT-Experimente leisten. Syntriq hat unser gesamtes Dispositionssystem in 10 Wochen digitalisiert — und das System hat sich nach 5 Monaten bezahlt gemacht. Die Disponenten waren anfangs skeptisch, heute wollen sie nicht mehr ohne.

Dr. Sabine Keller Geschäftsführerin, Logistikdienstleister (500 MA, Hamburg)

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