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Cloud-Migration im Mittelstand: Warum europäische Hoster oft die bessere Wahl sind

Syntriq23. Februar 20267 Min. Lesezeit
Cloud-Migration im Mittelstand: Warum europäische Hoster oft die bessere Wahl sind

Die Cloud-Frage für den Mittelstand

„Wir müssen in die Cloud" – diesen Satz hören wir in fast jedem Erstgespräch. Aber die Frage ist nicht ob, sondern wohin. Und hier machen viele Mittelständler einen teuren Fehler: Sie gehen automatisch zu AWS oder Azure, ohne die Alternativen zu kennen.

Das Problem mit den Hyperscalern

AWS, Azure und Google Cloud sind fantastische Plattformen – für Unternehmen, die sie brauchen. Für einen Mittelständler mit 50–500 Mitarbeitern sieht die Rechnung oft anders aus:

  • Kostenexplosion: Die Preismodelle sind komplex. Was als günstiger Einstieg beginnt, wird schnell teuer – besonders bei Datenverkehr (Egress-Kosten)
  • Overengineering: Ein Unternehmen, das drei Applikationen betreibt, braucht keine 200+ AWS-Services
  • DSGVO-Grauzone: Daten liegen in US-Rechenzentren, Schrems-II-Urteil macht die Rechtslage unsicher
  • Vendor Lock-in: Proprietäre Services binden Sie an einen Anbieter

Die europäische Alternative

Anbieter wie Hetzner, IONOS, OVHcloud oder Scaleway bieten:

  • Transparente Preise: Flat-Rate-Modelle statt Pay-per-Request-Überraschungen
  • Deutsche/EU-Rechenzentren: DSGVO-Konformität ohne juristische Klimmzüge
  • Exzellente Leistung: Hetzner-Server bieten oft bessere Price-Performance als vergleichbare EC2-Instanzen
  • Kein Lock-in: Standard-Linux-Server, die Sie jederzeit umziehen können

Wann Sie trotzdem AWS/Azure brauchen

Europäische Hoster sind nicht für alles die Antwort. Sie brauchen einen Hyperscaler, wenn:

  • Sie globale Präsenz mit Edge-Locations in 30+ Ländern brauchen
  • Sie managed AI/ML-Services wie SageMaker oder Azure OpenAI nutzen wollen
  • Sie extrem elastische Skalierung benötigen (von 10 auf 10.000 Instanzen in Minuten)
  • Ihr Kunde einen bestimmten Cloud-Anbieter vorschreibt

Unsere Empfehlung: Der hybride Ansatz

Für die meisten Mittelständler empfehlen wir eine Kombination:

  • Kern-Infrastruktur (Webserver, Datenbanken, APIs) auf Hetzner oder IONOS – günstig, schnell, DSGVO-sicher
  • Spezial-Services (KI, globales CDN, serverlose Funktionen) auf AWS/Azure – nur wo es wirklich nötig ist
  • Kubernetes als Abstraktionsschicht – macht Sie unabhängig vom Anbieter

So sparen unsere Kunden typischerweise 40–60% Infrastrukturkosten gegenüber einer reinen Hyperscaler-Lösung.

Nächster Schritt

Unsicher, welche Cloud-Strategie zu Ihnen passt? In unserem Digitalisierungs-Check analysieren wir Ihre aktuelle Infrastruktur und empfehlen den kostenoptimalen Weg in die Cloud.

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